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Auf Vermittlung unseres kalifornischen Vereinsmitgliedes Wesley Miller, Los Angeles, kam Anfang September James Anthony LEE mit seinen Töchtern Tessa Allison und Elizabeth Joyce aus Nebraska zu einem Besuch nach Deutschland. Insbesondere Tessa interessiert sich sehr für die Geschichte ihrer Vorfahren, die sich in den 1880er Jahren aus Buprich auf den Weg in die neue Welt nach Amerika aufmachten.
Tessa hat durch intensive Recherchen die Vorfahren ihrer Familie bis zu den Auswanderern Nikolaus Becker und Irmina Müller ermitteln können. Der 1805 in Piesbach geborene Nikolaus Becker heiratete 1842 in Hüttersdorf seine Ehefrau Irmina Müller, die 1816 in Buprich geboren wurde. Gemeinsam mit ihren 4 Kindern wanderte die Familie nach Amerika aus.
Irmina Müller entstammt der gleichen Familie wie Wesley Miller und insofern sind beide auch miteinander verwandt.
Bei einem Besuch in Schmelz und Hüttersdorf konnte unser Vereinsmitglied Emil Petry der Familie Lee weitere Details zu ihren Vorfahren in Buprich und Hüttersdorf erzählen. Sehr erfreut war die Familie Lee aber insbesondere über die Tatsache, dass das Wohnhaus von Wendel Müller, Bruder von Irmina Müller, in der Homrichstrasse 34 heute noch dort zu sehen ist. Vielleicht haben Nikolaus und Irmina Becker-Müller vor ihrer Ausreise nach Amerika seinerzeit auch in diesem Haus gelebt.

Foto v. l.: Tessa A. Lee, Elizabeth J. Lee, Vater James A. Lee und Emil Petry
Volker und Elias Ewen
Alte Berufe
Wer in alten Büchern oder Schriften nach seinen Ahnen forscht, der wird früher oder später auf Berufe treffen, die sich mitunter sehr sonderbar anhören und die sich auch erst mal nicht zuordnen lassen. Umso interessanter und aufschlussreicher wird es, wenn man diese Berufe mal genauer unter die Lupe nimmt. Bei meinen Nachforschungen bin ich u.a. auf das Berufsbild des Ausrufers und den Beruf des Feldhüters aufmerksam geworden.

Der Ausrufer
Der Ausrufer war damals Beschäftigter der Stadt oder Gemeinde. Seine Aufgabe bestand in der mündlichen Verbreitung von amtlichen Nachrichten und Bekanntmachungen. Aber auch von sonstigen Angelegenheiten wie z. b.: Der Gemeindediener ging etwa 2 bis 3mal in der Woche durch den Ort und verkündete die aktuellen Neuigkeiten. Um auf sich aufmerksam zu machen, trug er meist eine Glocke (Schelle) mit sich. So konnte er möglichst viele Bürger mit seinen Mitteilungen erreichen. In Zeiten von Smart Phones und Social Media klingt dies alles fast unvorstellbar. Aber die Verbreitung von Nachrichten und das Kommunizieren miteinander war nicht immer so einfach und vor allem nicht so schnell möglich, wie heute.
Während man heute z.B. mit WhatsApp in Sekundenschnelle Bilder, Videos und auch Texte verschicken kann, benötigten die Mitteilungen damals durchaus etwas länger, bis sie ihren Empfänger erreicht hatten. Unsere Vorfahren mussten auf den Ausrufer warten, wenn sie auf dem neuesten Stand der Dinge sein wollten. Dazu traf man sich an der nächsten Straßenecke, um auch ja alles mitzubekommen was durchgesagt wurde und um, bei der Gelegenheit natürlich auch noch ein kleines Schwätzchen zu halten. Ohne ein bisschen zu „meiien“, wie es hier im Saarland heißt, wäre es auch nur halb so schön. Es ging damals wohl alles etwas langsamer und gemütlicher zu.Wo hingegen wir heute alles sehr schnell und anonym perMausklick erledigen.
So ist es eben…alles hat seine Zeit und alles hat seine Vor-und seine Nachteile.
Der Wiesen- oder Feldhüter (oder auch je nach Region Flurschütz „Schetz“ genannt.)
Er war ein Angestellter der Dorf- oder Landgemeinde. Wurde aber auch von großen Gutsbesitzern eingestellt. In jedem Falle musste eine hoheitliche Ernennung bzw. Bestätigung vorliegen. Bei der Anstellung durch die Gemeinde erhielt der Feldhüter sogar den Beamtenstatus. Er war zuständig für den Schutz und die Sicherung von Wald, Wiesen und Feldern das Obst und das Gemüse. Seine Aufgabe war es, die Flächen der Gemeinde oder der Gutsbesitzer vor Diebstahl und Zerstörung, sei es durch die Bevölkerung oder durch freilaufende Tiere (Wildtiere), zu sichern. Dies war besonders in Krisenzeiten (Hungersnöte) eine sehr wichtige Tätigkeit. Gerade deshalb waren Feldhüter, damals auch vermutlich mit Waffen ausgestattet.
So konnten sie die Wiesen und Felder der hungernden Bevölkerung besser schützen. Heutzutage könnte man diesen Beruf am ehesten mit dem des Försters vergleichen. Allerdings benötigt dieser heute keine Waffen mehr um seinen Beruf auszuüben.
Josef Even, seinerzeit Ministerialdirigent, Historiker und gebürtiger Schmelzer, hat dem Schütz und Feldhüter Johann Backes aus der Zerrstraße ein eigenes Mundartgedicht gewidmet.


Quelle Fotos: https://berufe-dieser-welt.de/die-ausrufer/
https://de.dreamstime.com/stadtausrufer-vector-illustration-image134641670
Quelle Text: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gemeindediener#
Wenn man auf einer Landkarte mit der Stadt Trier hier einen Zirkel ansetzt und einen Kreisbogen mit einem Radius von ca. 85 km zeichnet findet man 11 Orte welche die Bezeichnung Bettingen, Betting, Betange oder eine weitere Abwandlung des Namens tragen. Die Orte sind in Deutschland (5), in Frankreich (4) und in Luxemburg (2). In Frankreich gibt es weitere 3 Orte bei welchen es Siedlungen mit der Bezeichnung Bettingen gegeben hatte, die aber heute nicht mehr vorhanden sind.
Die historische Überlieferung der Ortsnamen ist oft ungenau und lässt mitunter auch die Attribute vermissen die einen Ort im Zusammenhang mit anderen Orten oder Landschaften lokalisieren können. Dies führte dazu dass die „Bettingen-Orte" sehr oft verwechselt wurden, von interessierten Laien wie auch von ausgebildeten Historikern. Hinzu kommt der Umstand dass etliche dieser Orte mittlerweile in größeren kommunalen Einheiten aufgegangen und daher nicht mehr leicht zu finden sind.

Diese Karte soll eine Sicht auf die räumliche Anordnung der „Bettingen-Orte“ in den drei Ländern aufzeigen. Eine Beschreibung des historischen Werdeganges dieser Orte ist in Arbeit und wird zu gegebener Zeit veröffentlicht werden.
Hans Karl König, Juli 2024
Liebe Vereinsmitglieder, zur diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung des Historischen Vereins Schmelz e.V. darf ich Sie alle im Namen des Vorstandes herzlich einladen.
Die Mitgliederversammlung findet am Donnerstag, den 04. Juli 2024 um 19:00 Uhr im Vereinsraum in der Alten Schule in Schmelz-Hüttersdorf (2. Stock) statt.
Tagesordnung:
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Begrüßung
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Berichte des Vorstandes, des Schatzmeisters, der Kassenprüfer,
der Arbeitsgemeinschaften für das Jahr 2023
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Aussprache zu den Berichten
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Entlastung des Vorstandes
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Vereinsaktivitäten; - Beiträge für das neue 36. Schmelzer Heimatheft 2024; - Digitalisierung / Datenbank; - Vereinsfahrt
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Verschiedenes
Weitere Vorschläge und Anträge für die Mitgliederversammlung können Sie gerne einreichen oder per mail an
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Der Vorstand
Dr. Edith Glansdorp (Vorsitzende)
Verkaufstellen unserer Publikationen sind:
- Vereinigte Volksbank eG in der Geschäftsstelle Schmelz
- Kreissparkasse Saarlouis in der Geschäftsstelle Schmelz
- RS Papeterie, Zeitschriften und Zeitungen, Büro- und Schulartikel im Kaufland Schmelz
- Zum Icke Kiosk, Deutsche Post Filiale 626, Trierer Str. 15, Schmelz
- Merten, Yvonne, Lotto- und Postagentur, Zeitschriften u. Büroartikel, Berlinerstr. 16, Hüttersdorf
- Hesedenz, Irene, Schreibwaren und Zeitschriften, Kirchenstr. 2, Limbach
- Pieper, Bücher und Schreibwaren, Großer Markt 22, 66740 Saarlouis
- Buchhandlung Anne Treib, Marktstrasse 5, 66822 Lebach
- Bücherhütte Wadern, An der Kirche 3, 66687 Wadern
- Bücherei St. Marien, Schmelz-Außen, Im Pfarrheim, jeden Mittwoch von 17-19 Uhr
Oder direkt beim Verein per E-Mail - (ohne Klammern und Leerzeichen):
nachricht ( @ ) historischer-verein-schmelz.de



