Einladung zur Autorenlesung:

Josef Schmitt, Jahrgang 1943, hat sich die Geschichte des 2. Weltkriegs über die Briefe seines Vaters (1909-1985), auf sehr persönliche Weise erschlossen. Ausgehend von der Lektüre der Feldpostbriefe des Vaters machte sich der Autor 2012 mit seiner Familie auf den Weg, die Stationen der 79. Infanterie Division an der Ostfront nachzureisen. Diese Division, zu der sein Vater, der Gefreite Joseph Schmitt, gehörte,setzte sich überwiegend aus Saarländern zusammen und war Teil der Kämpfe um Stalingrad, dem heutigen Wolgograd. Die Feldpostbriefe des Gefreiten richten sich mit seinen Eindrücken, Beobachtungen und Nöten an seine Frau Susanna in Friedrichsthal-Bildstock.


Die Familie des Gefreiten Joseph Schmitt stammt aus dem saarländischen Bildstock, hat aber sowohl väterlicherseits als auch mütterlicherseits Wurzeln in der Gemeinde Schmelz. Sein Vater Johann Schmitt ist am 11.08.1881 in Bettingen und seine Mutter Maria Merten am 18.04.1886 in Außen, geboren. Ähnliches gilt für seine Ehefrau Susanna geb. Reuter. Diese ist ebenfalls in Bildstock geboren. Ihr Vater Michel Reuter wurde am 19.04.1873 in Hütterdorf und ihre Mutter Anna Maria Bach im Dezember 1879 in Körprich geboren. Die Großeltern des Autors heirateten 1907 bzw. 1899 in Bettingen und sind nach ihren Eheschließungen nach Bildstock umgezogen, um näher bei ihren jeweiligen Arbeitsstellen wohnen zu können.


Der Autor wird am Mittwoch, dem 8. August 2018 um 19:00 Uhr im Gasthaus Gross in Schmelz-Außen Passagen der Feldpostbriefe vorlesen, über seine Reise berichten und Bilder zeigen.
Josef Schmitt hat die Briefe des Vaters in einem 206 Seiten umfassenden Buch zusammengestellt und mit vielen Fotos, Karten und Zeichnungen des Vaters bebildert. Das Buch „Bin noch am Leben“ – Feldpost des Gefreiten Joseph Schmitt von der Ostfront 1941 bis 1945 kann an diesem Abend zum Preis von 25 Euro beim Autor erworben werden.

Der Historische Verein Schmelz freut sich, den Autor Josef Schmitt aus Bayern/Glonn, dessen Wurzeln in der Gemeinde Schmelz liegen, zu dieser Lesung begrüßen zu dürfen.