Wanderungen „Kreuz und Quer“

von Eric Glansdorp

 Dem Wanderführer Walter Göse und seinem Team vom Saarwald-Verein Schmelz verdanken wir inzwischen zwei Kultur-Wanderungen von jeweils etwas über 30 km, die vorbei an ´zig Wegkreuzen führen. Der Streckenverlauf kann auf der Hompage www.saarwaldverein-schmelz.de ---> Untermenü Wanderstrecken als gpx-track heruntergeladen werden. So konnen Sie auch individuell die Strecke erwandern. Nützlich ist auch die gedruckte „Schmelzer Kulturwanderkarte 1:20000“ mit den Historischen Orten. Die Karte kann bei der Gemeinde Schmelz oder im Heimatshop (www.neipel.de/shop) erworben werden.

Die Wanderung "Kreuz und quer 2/2021" startet am Schmelzer Brauhaus und führt über Limbach, Höchsten, Dörsdorf, Bergweiler, Steinbach, Thalexweiler, Niedersaubach und Tanneck zurück zum Brauhaus. Sie ist anpruchsvoll und hat eine Länge von ca. 33 km bei 700 m Höhenunterschied. Gute Wanderer sollten für diese Tour ca. 9 bis 10 Std. einplanen. Der Weg bietet herrliche Aussichten und führt an über 25 Wegekreuzen vorbei. Die Tour ist die Fortsetzung unserer "Kreuz und Quer" Wanderung von 2014.

Wegkreuze sind ein Teil unserer abendländischen Kultur. Seit dem 16. Jh. ist die Sitte ein Versprechen oder eine Sühne, den Platz eines schlimmen Ereignisses, den Dank für erfüllte Hoffnungen mit einem Wegkreuz zu manifestieren in unserer Heimat beobachtbar. Viele der Kreuze sind heute weiterhin Wegmarken, sie werden gepflegt, erneuert und versucht, die Erinnerung an den Grund der Errichtung zu tradieren. Sie sind Denkmäler.

Teil der Erinnerungskultur ist es, die Wegkreuze vor Ort zu erleben. Hierzu tragen die beiden Wanderungen ihren Teil bei. Inzwischen haben viele Orte im Rahmen historischer Aufarbeitung die lokalen Wegkreuze erfasst, beschrieben und in kleinen Katalogen publiziert. Auch über die Schmelzer Wegkreuze gibt es inzwischen einiges nachzulesen.

Einige der Publikationen können beim Historischen Verein Schmelz erworben werden.

  • Franz Heinz, Wegekreuze in Außen, Schmelzer Chronik 2, 1993, 44-63.
  • Alfred Schmitt, Wegekreuze in Bettingen, Schmelzer Chronik 2, 1993, 64-80.
  • Willi Marxen, Wege- und Flurkreuze in Hüttersdorf und Primsweiler, Schmelzer Chronik 2, 1993, 81-98.
  • Elmar Schmitt, Das „Henzen-Kreuz“ in Hüttersdorf, Schmelzer Chronik 2, 1993, 99-101.
  • Willi Marxen, Der letzte Abschied beim Bupricher Totenkreuz in Leidingers Garten, Schmelzer Heimathefte 23, 2011, S. 67-68.
  • Erwin Jäckel, Wegkreuze und Bildstöcke in und um Limbach, Schmelzer Heimathefte 28, 2016, S. 243-255.
  • Hanni Glansdorp, Kindheitserinnerungen in Bettingen - Ein Hochwasser an der Birrbach 1953, Schmelzer Heimathefte 32, 2020, 97-102.