Soforthilfeprogramm Sakralbauten - Alte Kirche Limbach

Der Historische Verein Schmelz e.V. hat am 19.08.2021 die Zusage zur Bewilligung eines Zuwendungsvertrages von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien / WIDERSENS TraFO gGmbH aus Berlin erhalten. Dabei geht es um die Finanzierung im Rahmen des Projektes "Kirchturmdenken. Sakralbauten in ländlichen Räumen: Ankerpunkte lokaler Entwicklung und Knotenpunkte überregionaler Vernetzung". Kurztitel: Soforthilfeprogramm Sakralbauten.

Auf Anregung von Nico Leiß, Restaurator und Vorsitzender des Historischen Vereins Tholey e.V., kam die Anfrage an die Vorsitzende des Historischen Verein Schmelz e.V. mit Hilfe des oben aufgeführten Förderprogramms sich der Alten Kirche in Limbach als Forschungsobjekt anzunehmen. Diese Anregung wurde von Dr. Edith Glansdorp gerne aufgenommen und am 26.07.2021 ein entsprechender Antrag in Berlin gestellt. Die Alte Kirche in Limbach ist ein unter Denkmalschutz stehendes ehemaliges Kirchengebäude, dessen Ursprung bis ins Mittelalter reicht und in seiner heutigen Erhaltung für das Saarland einzigartig ist.

Das Gebäude wird in vielfältiger Weise z.B. beim Pfarrfesten, Pfarrbibliothek, Probenraum... genutzt. Die Alte Kirche ist jedoch außerhalb von Limbach kaum als kulturhistorischer Ort in der Öffentlichkeit bekannt, was auch daran liegt, dass es keine (aktuelle) Publikation zum Baudenkmal und seiner Bedeutung gibt. Die 1980 von der Orts- und Pfarrgeschichte Limbach unter Leitung von Pfarrer Leo Schommer herausgegebenen Broschüre "Alte Kirche Limbach" ist längst vergriffen. Der Historische Verein Schmelz e.V. möchte mit dem Projekt das öffentliche Interesse an der Alten Kirche Limbach wecken und der Bevölkerung die Heimat-, Kultur und Baugeschichte des Sakralbaus näher bringen.

Die Baugeschichte der Alten Kirche wird neu bearbeitet. Dazu werden Bohrkernproben zur dendrochronologischen Altersbestimmung aus dem Bereich der Dachkonstruktion entnommen. Es folgt die dendrochronologische Untersuchung der Bohrkerne und Interpretation der Datierungsergebnisse. Die Baugeschichte fließt in einen Kirchenplan mit den verschiedenen Bauphasen ein. In einer neuen Broschüre ALTE KIRCHE LIMBACH 2.0 werden die Ergebnisse zur Heimat-, Kultur- und Baugeschichte zusammengefasst.  

Infoveranstaltung: Wer sich vor Ort in der Alten Kirche zum Thema informieren möchte und sich das Gebäude mit seinen Malereien ansehen will, ist herzlich zum ersten Infoabend am Dienstag, den 26.10.2021 von 17:00 bis 19:00 Uhr eingeladen. Wichtig: Es gelten die CORONA 3-G Regeln (Geimpft-Genesen-Getestet). Bitte denken Sie an ihren 3-G Nachweis und gegebenenfalls an ihre Mund-Nasen-Maske.

 

Wanderungen „Kreuz und Quer“

von Eric Glansdorp

 Dem Wanderführer Walter Göse und seinem Team vom Saarwald-Verein Schmelz verdanken wir inzwischen zwei Kultur-Wanderungen von jeweils etwas über 30 km, die vorbei an ´zig Wegkreuzen führen. Der Streckenverlauf kann auf der Hompage www.saarwaldverein-schmelz.de ---> Untermenü Wanderstrecken als gpx-track heruntergeladen werden. So konnen Sie auch individuell die Strecke erwandern. Nützlich ist auch die gedruckte „Schmelzer Kulturwanderkarte 1:20000“ mit den Historischen Orten. Die Karte kann bei der Gemeinde Schmelz oder im Heimatshop (www.neipel.de/shop) erworben werden.

Die Wanderung "Kreuz und quer 2/2021" startet am Schmelzer Brauhaus und führt über Limbach, Höchsten, Dörsdorf, Bergweiler, Steinbach, Thalexweiler, Niedersaubach und Tanneck zurück zum Brauhaus. Sie ist anpruchsvoll und hat eine Länge von ca. 33 km bei 700 m Höhenunterschied. Gute Wanderer sollten für diese Tour ca. 9 bis 10 Std. einplanen. Der Weg bietet herrliche Aussichten und führt an über 25 Wegekreuzen vorbei. Die Tour ist die Fortsetzung unserer "Kreuz und Quer" Wanderung von 2014.

Wegkreuze sind ein Teil unserer abendländischen Kultur. Seit dem 16. Jh. ist die Sitte ein Versprechen oder eine Sühne, den Platz eines schlimmen Ereignisses, den Dank für erfüllte Hoffnungen mit einem Wegkreuz zu manifestieren in unserer Heimat beobachtbar. Viele der Kreuze sind heute weiterhin Wegmarken, sie werden gepflegt, erneuert und versucht, die Erinnerung an den Grund der Errichtung zu tradieren. Sie sind Denkmäler.

Teil der Erinnerungskultur ist es, die Wegkreuze vor Ort zu erleben. Hierzu tragen die beiden Wanderungen ihren Teil bei. Inzwischen haben viele Orte im Rahmen historischer Aufarbeitung die lokalen Wegkreuze erfasst, beschrieben und in kleinen Katalogen publiziert. Auch über die Schmelzer Wegkreuze gibt es inzwischen einiges nachzulesen.

Einige der Publikationen können beim Historischen Verein Schmelz erworben werden.

  • Franz Heinz, Wegekreuze in Außen, Schmelzer Chronik 2, 1993, 44-63.
  • Alfred Schmitt, Wegekreuze in Bettingen, Schmelzer Chronik 2, 1993, 64-80.
  • Willi Marxen, Wege- und Flurkreuze in Hüttersdorf und Primsweiler, Schmelzer Chronik 2, 1993, 81-98.
  • Elmar Schmitt, Das „Henzen-Kreuz“ in Hüttersdorf, Schmelzer Chronik 2, 1993, 99-101.
  • Willi Marxen, Der letzte Abschied beim Bupricher Totenkreuz in Leidingers Garten, Schmelzer Heimathefte 23, 2011, S. 67-68.
  • Erwin Jäckel, Wegkreuze und Bildstöcke in und um Limbach, Schmelzer Heimathefte 28, 2016, S. 243-255.
  • Hanni Glansdorp, Kindheitserinnerungen in Bettingen - Ein Hochwasser an der Birrbach 1953, Schmelzer Heimathefte 32, 2020, 97-102.

 

 

 

 

Geschichte im Ersten: in der ARD-Mediathek

über diesen Link zu erreichen:

Völkerbund im Saarland

Das Video ist bis 30.06.2021 verfügbar

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Film-Hinweis:

Am Sonntag, den 8. März, wird um 13.30 Uhr in einer Sondervorstellung in den Schmelzer Lichtspielen in der Trierer Strasse 55,

der Film "100 Jahre Schmelzer Lichtspiele" für die interessierte Öffentlichkeit vorgestellt.
 

 

Der Eintritt ist frei, da die Aufführung von der Gemeinde Schmelz unterstützt wird.

 

 

 

 

 

Aktion Stolpersteine in Schmelz

von Emil Petry

Am 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz gedachten Schüler der Gemeinschaftsschule/Erweiterte Realschule Schmelz den Opfern des Nationalsozialismus. Im Beisein und mit Unterstützung der Lehrerin Elisabeth Kirchen-Burkert und Emil Petry vom Historischen Verein Schmelz e.V. säuberten die Schüler in Hüttersdorf 5 Stolpersteine und 5 weitere Gedenksteine in Schmelz-Bettingen.

Vor Ort verlas jeweils ein Mitglied der AG „Stolpersteine“ dabei die Geschichte der jeweiligen Opfer des Nazi-Regimes und gemeinsam legten sie Blumen für die Toten nieder. Die Schmelzer Schule, die seinerzeit maßgeblich an der Verlegung der Stolpersteine in Schmelz beteiligt war, gedenkt seit 2012 regelmäßig der Opfer des Nationalsozialismus und wird dabei durch das Adolf-Bender-Zentrum tatkräftig unterstützt. Mit diesem Gedenken zeigen die jeweiligen Schülerinnen und Schüler, dass sie Verantwortung gegen das Vergessen der Gräueltaten des Nationalsozialismus übernehmen und sich ihrer Verantwortung als Nachkriegsgeneration bewusst sind.

 

Die Schüler Lerim Kastrati, Simon Heggemann, Stefan Moraru, Jan Müller

und Lehrerin Elisabeth Kirchen-Burkert

 

 Lindenstraße 4: Stolpersteine zum Gedenken an die ehemaligen jüdischen Bürger

Edmund, Otto Moritz und Walter Nathan Herz

 

 Düppenweiler Straße 13: Stolperstein zum Gedenken an die ehemaligen jüdische Bürgerin

Margarethe Weber

 

 Bielenberg 2: Stolpersteine zum Gedenken an die ehemaligen jüdischen Bürger

Sibilla, Frieda, Bernhard und Bertha Hanau